Rechtsterror der Organisation Consul: Morde an Erzberger und Rathenau

Überblick

Zeitraum
Kategorie
Extremismus und Terrorismus
Ort und Geltungsraum
Gesamtstaatlich/landesweit, Deutsches Reich
Schlagwörter
Organisation Consul, Rechtsterrorismus, Matthias Erzberger, Walther Rathenau, Republikschutzgesetz

Sachverhalt

Mitglieder der rechtsterroristischen Organisation Consul ermordeten am 26. August 1921 den früheren Reichsfinanzminister Matthias Erzberger und am 24. Juni 1922 Reichsaußenminister Walther Rathenau. Nach Rathenaus Ermordung verabschiedete der Reichstag das Gesetz zum Schutze der Republik.

Historische und juristische Einordnung

Die Anschläge richteten sich gegen Repräsentanten und Funktionsfähigkeit der Republik. Das Republikschutzgesetz war eine nachvollziehbare Reaktion demokratischer Selbstverteidigung; zugleich blieb die Strafverfolgung rechter Gewalt im Vergleich zur Verfolgung der radikalen Linken strukturell nachsichtiger.

Quellen und Nachweise

  1. Bundesarchiv: Mord an Walther Rathenau (Bundesarchiv)
  2. DHM/LeMO: Ermordung Rathenaus 1922 (Deutsches Historisches Museum)